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Reichelt, Harald : Religion und Heilung: Buddhismus - Christentum
Reichelt, Harald : Religion und Heilung: Buddhismus - Christentum
Erstauflage . 2015 . 260 S. 220 mm . .24774 .
978-3-95425-932-8
- disserta -
978-3-95425-932-8
- disserta -
| Schlagwörter: | Gesundheit |
| Spiritualität | |
Zusatztext
Obwohl sich die offensichtlich orientierungslos gewordene Gesellschaft immer mehr von ihren tradierten religiösen Bindungen löst und Heil und Heilung mit oft obskuren Praktiken bei diversen Gemeinschaften sucht, ist das Heilsversprechen der großen Religionen nicht in Vergessenheit geraten. Trotz der weitgehenden Säkularisierung unserer Lebenswelt trachten sowohl buddhistische Gemeinschaften wie auch das Christentum mit ihren spirituellen Angeboten und ihrem Heilsversprechen Menschen einen Weg zu weisen und sie auch an ihre Gemeinschaft zu binden. Besonders in Notzeiten lernen Menschen wieder zu beten und Hilfe und Heilung von transzendenten Mächten zu erbitten. Kranke und Sterbende bedürfen nicht nur der Hilfe ihrer Mitmenschen sondern auch übermächtiger Kräfte um zu gesunden. Inwieweit und wie sehr psychologische und neuro-modulatorische Maßnahmen das seelische und körperliche Befinden beeinflussen können, ist bisher noch nicht hinreichend geklärt, doch nach neueren neurobiologischen und medizinischen Erkenntnissen dürften religiöse und spirituelle Erfahrungen hilfreich und heilsam sein. Die vorliegende Untersuchung bezieht sich auf buddhistische und christliche Formen der Spiritualität und ihre Wirksamkeit.
Leseprobe
Textprobe:
Kapitel, Vorwort:
Anhand der wissenschaftlichen Literatur und persönlicher Erfahrungen soll versucht werden, religiöse, spirituelle aber auch allgemein menschliche sowie (medizinisch) psychologisch wirksame und somit relevante Bewältigungsstrategien und Mechanismen bei Lebenskrisen (Mühsal, Krankheit, Sterben) bei zwei an sich grundverschiedenen religiösen Gemein-schaften zu beschreiben und Verbindendes und Trennendes aufzuzeigen, um so zu einem besseren Verständnis von Heilsein (Gesundsein) und Kranksein im interreligiösen Dialog beizutragen. Es war mir bei dieser Arbeit auch ein besonderes Anliegen, Heilung aus einer naturwissenschaftlichen, neurobiologischen Perspektive zu beleuchten und zu beschreiben. Zu dieser besonderen Gegenüberstellung soll das, aus dem Christentum entwickelte, natur-wissenschaftlich geprägte, westlich orientierte Krankheitsverständnis mit den buddhistischen, aus dem hinduistischen Gedankengut hervorgegangenen und tradierten, ganzheitlichen Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit herangezogen werden. Der Buddhismus wurde zum Vergleich mit dem abendländisch, christlichen Heilverständnis deshalb herangezogen, weil der Buddhismus im euro- amerikanischen Kulturraum das am meisten bekannte und auch angenommene Religionssystem fernöstlicher Provenienz darstellt, wobei der tibetische Buddhismus und ebenso die tibetische Medizin und Psychologie besonders durch die weltweiten Reisen und Aktivitäten des H.H. 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso weiter an Einfluss in den Ländern des Abendlandes zu gewinnen scheinen .
Während das Christentum seinem Selbstverständnis nach die bedingungslose Liebe des dreifaltigen Gottes zu den Menschen und der gesamten Schöpfung in das Zentrum seiner theologischen Heilslehre stellt, ist dem Buddhismus ein personales, allmächtiges, göttliches
Gegenüber an sich fremd. Christen glauben an die allumfassende Liebe Gottes, die sich in der Gestalt Jesu Christi geoffenbart hat, der als Mensch den Tod am Kreuz erlitten hat, nach drei Tagen von den Toten auferstanden ist und vereint mit Gottvater und dem Heiligen Geist von Ewigkeit zu Ewigkeit die Welten regiert. Die Heilszusage, die durch den freiwilligen Opfer-tod Jesu möglich geworden ist, gilt gleichsam allen Menschen aller Nationen und zu allen Zeiten.
Kapitel, Vorwort:
Anhand der wissenschaftlichen Literatur und persönlicher Erfahrungen soll versucht werden, religiöse, spirituelle aber auch allgemein menschliche sowie (medizinisch) psychologisch wirksame und somit relevante Bewältigungsstrategien und Mechanismen bei Lebenskrisen (Mühsal, Krankheit, Sterben) bei zwei an sich grundverschiedenen religiösen Gemein-schaften zu beschreiben und Verbindendes und Trennendes aufzuzeigen, um so zu einem besseren Verständnis von Heilsein (Gesundsein) und Kranksein im interreligiösen Dialog beizutragen. Es war mir bei dieser Arbeit auch ein besonderes Anliegen, Heilung aus einer naturwissenschaftlichen, neurobiologischen Perspektive zu beleuchten und zu beschreiben. Zu dieser besonderen Gegenüberstellung soll das, aus dem Christentum entwickelte, natur-wissenschaftlich geprägte, westlich orientierte Krankheitsverständnis mit den buddhistischen, aus dem hinduistischen Gedankengut hervorgegangenen und tradierten, ganzheitlichen Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit herangezogen werden. Der Buddhismus wurde zum Vergleich mit dem abendländisch, christlichen Heilverständnis deshalb herangezogen, weil der Buddhismus im euro- amerikanischen Kulturraum das am meisten bekannte und auch angenommene Religionssystem fernöstlicher Provenienz darstellt, wobei der tibetische Buddhismus und ebenso die tibetische Medizin und Psychologie besonders durch die weltweiten Reisen und Aktivitäten des H.H. 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso weiter an Einfluss in den Ländern des Abendlandes zu gewinnen scheinen .
Während das Christentum seinem Selbstverständnis nach die bedingungslose Liebe des dreifaltigen Gottes zu den Menschen und der gesamten Schöpfung in das Zentrum seiner theologischen Heilslehre stellt, ist dem Buddhismus ein personales, allmächtiges, göttliches
Gegenüber an sich fremd. Christen glauben an die allumfassende Liebe Gottes, die sich in der Gestalt Jesu Christi geoffenbart hat, der als Mensch den Tod am Kreuz erlitten hat, nach drei Tagen von den Toten auferstanden ist und vereint mit Gottvater und dem Heiligen Geist von Ewigkeit zu Ewigkeit die Welten regiert. Die Heilszusage, die durch den freiwilligen Opfer-tod Jesu möglich geworden ist, gilt gleichsam allen Menschen aller Nationen und zu allen Zeiten.
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Mainzer Str. 57a
66121 Saarbrücken
https://www.tsongkang.de/de/shop_content.php?coID=7
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